Koch des Jahres 2017

Koch des Jahres 2017 – das große Finale Die ANUGA gilt als weltgrößte Fachmesse rund um kulinarische Genüsse beinahe aller Art. Alle zwei Jahre finden in Köln rund 7.000 Aussteller aus über 100 Ländern und weit über 150.000 Besucher zueinander. Ein würdiger Rahmen für das große Finale zum Koch des Jahres. Noch größer, noch internationaler, noch raffinierter und mit noch mehr Zuspruch als die ebenfalls bestens organisierten Vorauswahlen präsentierte sich die Schlussrunde. Die Besten der D-A-CH-Region Acht Köche haben sich für das große Finale qualifiziert. Deutschland, Österreich und die Schweiz waren vertreten. Alle drei Regionen sollten es schließlich auch aufs Siegertreppchen schaffen. Eine einmalige und tolle Sache. Baden vor Tirol und Bern lautete letztendlich das Ergebnis des gelungenen Abends. Oder in Namen ausgedrückt: Jan Pettke aus der Scheck-In-Kochfabrik in Achern vor Christopher Sakoschek aus Kirchdorf und Jürgen Kettner, Junior Sous-Chef im Restaurant Schöngrün in Bern. Herzlichen Glückwunsch an alle drei Köche. Drei Herausforderungen mussten bewältigt werden Für jeden Gang ließ sich die Jury entsprechende Vorgaben einfallen. Die Vorspeise verlangte nach den Zutaten Estragon, Karotte und Papadams. Unter dem Motto „nose to tail“ sollten beim Hauptgericht mindestens drei Teile vom Tier verwendet werden. Für das Dessert wurde zumindest eine gebackene Komponente bestimmt. Das Zeitlimit betrug fünf Stunden. Besonders spannend: der Warenwert je Menü wurde mit maximal 16 Euro begrenzt. Das badische Siegermenü von Jan Pettke Jan Pettke selbst nennt seinen Stil „kreativ, klassisch und weltoffen.“ Das spiegelte sich im Siegermenü durchaus wider. Einstimmig wurde er mit seiner Komposition durch die Jury zum Sieger gekürt. Als Vorspeise überzeugte leicht geräucherter Bömlo-Lachs mit viermal Karotte, gebeiztem Eigelb, Papadams und Estragon. Beim Hauptgericht setzte Pettke auf Rind. Onglet, Zunge und Short Rib vom Black Angus. Schalotten-Essig-Jus, Haselnuss und Perlzwiebel rundeten das Geschmackserlebnis ab. Für sein Dessert setzte der kreative Koch auf Valrhona Ivoire, Kürbis, Pekannuss, Koriandereis und Steirisches Kernöl. Ein wirklich würdiges Siegermenü, dass sich hervorragend ausbalanciert präsentierte und gleichzeitig die Handschrift Pettkes vermittelte. Spannendes Rahmenprogramm und große Party Beinahe schon legendär darf man die Party im Anschluss an den Wettbewerb bezeichnen. Verschiedene Küchenchefs und Sponsoren sorgten für Speis und Trank. Teilnehmer und Besucher brachten allerbeste Laune mit. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an Hage Schröder, der unsere Redaktion mit Bildern und Einschätzungen tatkräftig unterstützte. So endete schließlich eine wunderbare Veranstaltung, bei der Preisgelder in Höhe von 14.500 Euro verteilt wurden und viele Sponsoren mit weiteren Zusatzpreisen aufhorchen ließen. Wir freuen uns bereits auf die kommenden Wettbewerbe und gratulieren Jan Pettke, Christopher Sakoschek und Jürgen Kettner ganz herzlich. Well done!